Erinnerungsstätte Grenzturm Eisfeld-Rottenbach

​Am Gelände des ehemaligen Grenzübergangs Eisfeld-Rottenbach steht als Überrest der ehemaligen Grenzanlagen noch ein original erhaltener Beobachtungsturm. Im Zuge des „Kleinen Grenzverkehrs“ wurde dieser Grenzübergang besonders ausgebaut und stark befestigt. Der Beobachtungsturm ist daher flächenmäßig mit einem Grundmaß von 30 Quadratmetern außergewöhnlich groß.

Da dieser Grenzturm eine wichtige Erinnerungsstätte deutsch-deutscher Geschichte in unserer Region darstellt, engagiert sich die Coburg Stadt und Land aktiv GmbH seit dem Frühjahr 2010 in Zusammenarbeit mit den angrenzenden Kommunen und Landkreisen in Bayern wie in Thüringen, diesen ehemalige Grenzturm zu einem Ort zu entwickeln, an dem dieses ebenso bedrückende wie bedeutende Stück jüngerer Geschichte wieder lebendig wird.

GrenzturmZiel ist es, den Grenzturm Eisfeld-Rottenbach für die historisch-politische Bildungsarbeit im schulischen und im außerschulischen Bereich, vor allem für junge Menschen, dauerhaft und nachhaltig zu erschließen. Der Turm soll im Zusammenspiel mit anderen Erinnerungsorten der deutsch-deutschen Teilung in der Region Coburg/Südthüringen als zentrales Modul erlebbar gemacht werden. Darüber hinaus soll der Grenzturm Eisfeld-Rottenbach in die museale Landschaft und die Bildungsaktivitäten der Landkreise Coburg und Hildburghausen eingebunden werden, um so das Wissen um die deutsch-deutsche Teilung, deren Ursachen und Auswirkungen im Bereich der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit zu verankern und auszubauen. Außerdem soll eine nachhaltige Vernetzung von Zeitzeugnissen der deutsch-deutschen Geschichte in unserer Region initiiert werden.

GrenzturmUm dieses Ziel zu erreichen, kooperiert die Coburg Stadt und Land aktiv GmbH mit den umliegenden Städten und Gemeinden sowie dem ehemaligen Eigentümer des Grenzturms, Herrn Horst Weingarth.

Im Jahr 2013 wurde dank großzügiger Förderung der Bundesstiftung Aufarbeitung mit Sitz in Berlin ein museumspädagogisches und innenarchitektonisches Nutzungskonzept erarbeitet und mit allen Beteiligten – auch den Erinnerungsstätten in der Stadt Neustadt bei Coburg (Grenz-Informationsstelle) und der Gemeinde Straufhain (Zweiländer-Museum Rodachtal) – abgestimmt.

Unter Federführung der Stadt Eisfeld, auf deren Flur sich der ehemalige Grenzturm befindet, soll diese Konzeption nun umgesetzt werden. Aktuell werden verschiedene Fördergeber kontaktiert, um die Gesamtfinanzierung sicherzustellen. Ziel wäre die Umsetzung bis November 2014 – dem 25. Jubiläum des Mauerfalls.

Ansprechpartner: Stefan Hinte​rleitner