KOMMUNity Netzwerktreffen der bayerischen Klimaschutzmanager*innen

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ALS KOMMUNITY GEMEINSAM STARK FÜR EINE KLIMAFREUNDLICHE ZUKUNFT

Vernetzen, sich austauschen und ins Handeln kommen – darum ging es beim ersten KOMMUNity Netzwerktreffen der Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager am 12. Mai 2022 in Regensburg. Unter diesem Motto erwartete die rund 160 Teilnehmenden und Akteure ein Tag mit vielen verschiedenen Programmpunkten und Vernetzungsmöglichkeiten.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Bayerischen Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Rahmen der LENK KOMMUNity, einem Veranstaltungsangebot der Landesagentur, das sich aus regelmäßigen Online-Fachvorträgen und zweimal jährlich stattfindenden Netzwerktreffen für unterschiedliche Zielgruppen zusammensetzt. Tanja Jenter, die stellvertretende Leiterin der LENK, betonte in ihrer Begrüßung, dass es zu den wichtigsten Aufgaben in einer Verwaltung gehören muss „die Themen Klimaschutz und Energiewende voranzubringen.“ Sie selbst war fünf Jahre lang als Klimaschutzmanagerin tätig und weiß wovon sie spricht.

Um welche „Mammutaufgabe“ es sich beim Thema Klimaschutzmanagement handelt, weiß auch Franziska Roos, die als Klimaschutzmanagerin den Landkreis Coburg beim Netzwerktreffen in Regensburg vertreten hat.

Die LENK KOMMUNity soll zur Vernetzung der Akteure beitragen – und verhindern, dass man sich fühle, als „kämpfe man alleine auf weiter Flur“, so Jenter. Dass es eine große Gemeinschaft an Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanagern gibt, zeigte sich schon an der Zahl der Teilnehmenden beim Netzwerktreffen. Mehr als 120 von ihnen waren aus ganz Bayern zu dem Treffen im marinaforum nach Regensburg gekommen. Das Kennenlernen von Gleichgesinnten, der Austausch mit weiteren Akteuren aus dem Klimaschutz- und Energiebereich und auch das gemeinsame Lösen von kleinen und großen Herausforderungen im Arbeitsalltag standen dabei im Fokus.

Der „Markt der Möglichkeiten“ bot Raum und Zeit, sich mit Expertinnen und Experten auszutauschen. Die Bandbreite an Themen reichte dabei von lokalen Kampagnen bis hin zu interkommunaler Zusammenarbeit. Fragen wie „Wie schaffe ich es, Bürgerinnen und Bürger in meiner Kommune zum Energiesparen zu motivieren?“ (Öko-Energieinstitut Bayern, Landesamt für Umwelt) wurden dabei genauso diskutiert wie Tipps zum Thema „Wenig Zeit und kleines Budget? Mit Online-Vorträgen die Energiewende kommunizieren“ (Technologie und Förderzentrum TFZ).

Viel Inspiration für das eigene Arbeiten in der Kommune und fachliches Hintergrundwissen zum Thema Klimawandel lieferte außerdem Prof. Dr. Manfred Miosga in seiner Keynote „Klimaschutz braucht Transformation – Zukunftsfähigkeit beginnt auf kommunaler Ebene“. Klimaschutz dürfe nicht mehr „als eine einzelne Aufgabe“ begriffen werden, so der Professor für Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth, der auch Projektleiter der Genossenschaft für Kommunalberatung KlimaKom eG ist. Er betonte die Schlüsselrolle der Kommunen in Sachen Klimaschutz und appellierte an die Teilnehmenden, „Handlungsspielräume auszunutzen und Prozesse anzustoßen“.

HERAUSFORDERUNGEN GEMEINSAM LÖSEN STATT ALLEINE KÄMPFEN

In ihren Arbeitsalltag und in die damit verbundenen Herausforderungen tauchten die Teilnehmenden in der Praxiswerkstatt ein. Für dieses Format hatten die Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager im Vorfeld konkrete Probleme eingereicht, für die gemeinsam in kleinen Gruppen praxistaugliche Lösungen gefunden werden sollten.

„Hilfe, ich bin Einzelkämpferin“ und der Wunsch nach der „Auslösung des Zuständigkeits-Dschungels“ waren dabei nur zwei der mehr als 30 Themen, die das Team der LENK KOMMUNity auf diesem Wege erreicht hatten.

Zusammen fanden die Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager zahlreiche Lösungsansätze und Tipps für die einzelnen Probleme. Alle Teilnehmenden konnten aus der Praxiswerkstatt neben viel Know-How für ihr eigenes Arbeiten auch die Erkenntnis mitnehmen, dass sie zu einer Gemeinschaft gehören, die sich zusammen für den Klimaschutz stark macht und sich gegenseitig unterstützt.

 

Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt