Energie-Monitoring Region CoburgEnergie-Monitoring

Projektträger: Coburg Stadt und Land aktiv e.V.

Fördersumme LEADER: 35.413,92 EUR

Status: Umsetzung

weitere Infromationen zur Umsetzung und zum Aufruf Testhaushalte ​hier.

Maßnahmen:

Das Einzelprojekt "Energie-Monitoring" soll über zwei Jahre laufen und wird in der Planung und Umsetzung vom LAG-Management und Energieforum Coburg begleitet, das als Steuerungsgruppe anzusehen ist und zu dessen Mitgliedern das Klimaschutzmanagement Stadt und Landkreis, die Hochschule Coburg, regionale Energieversorger, kommunale Vertreter und NGOs wie Greenpeace Coburg und die Ortsgruppe des Bund Naturschutz zählen.


Das Projekt teilt sich dabei in zwei Phasen:


In Phase 1 sollen drei unterschiedlich strukturierte Testhaushalte ausgewählt und zunächst über ein Jahr durch drei fachlich qualifizierte Energieberater und das Klimaschutzmanagement der Region begleitet werden, um deren Energieverbrauch zu dokumentieren, zu analysieren und Optimierungsmaßnahmen für Phase 2 abzuleiten. Zum Projektstart bzw. Beginn von Phase 1 wird die jeweilige Ausgangssituation analysiert:

  • Technischer Standard
  • Aktueller Energieverbrauch
  • Grobes, persönliches Verbrauchsverhalten
  • Bereitschaft zu technischen Investitionen

Die Energieberater stehen mit den Haushalten regelmäßig im Gespräch.
Für das Monitoring während der Projektphase und sollen über das Projekt drei Smartmeteringsysteme zur Erfassung der relevanten Daten im jeweiligen Haushalt angeschafft und installiert werden.

Die Ansprache potenzieller Teilnehmer soll über lokale Medien, die Auswahl über die Steuerungsgruppe erfolgen. Um möglichst viele Bürger über das Projekt anzusprechen sowie Alltags- und Praxisnähe zu schaffen, sollen drei für die Region typische, sozio-ökonomisch unterschiedliche, in verschiedenen Lebens- und Wohnsituationen befindliche Testhaushalte ausgewählt werden. Zum Beispiel:

  • Single-Haushalt in einer Mietswohnung
  • Zweipersonen Haushalt in Einfamilienhaus oder Mietwohnung
  • Vierköpfige Familie in Einfamilienhaus

Die Testhaushalte verpflichten sich dazu, über die gesamte Projektlaufzeit regelmäßige Besuche und Messungen des Energieberaters zuzulassen, an der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit vor Ort mitzuwirken und schriftlich einwilligen, dass allgemeine Ergebnisse des Energiemonitorings veröffentlicht werden können.

Den Testhaushalten wird ein Innovationsbudget (außerhalb der Projektförderung) gestellt, über das Anschaffungen oder Maßnahmen zur Optimierung des Energieverbrauchs in Abstimmung mit dem Energieberatern und der Steuerungsgruppe umgesetzt werden können.

Diese Optimierungen sollen am Ende von Phase 1, in der der Normalverbrauch des Haushaltes analysiert wurde, umgesetzt werden. Dazu wird gemeinsam mit den Energieberatern ein individuelles Maßnahmen-Paket pro Haushalt erarbeitet mit

  • konkreten Vorschlägen zur Änderung des Verbrauchsverhaltens
  • konkreten Vorschlägen für kleinere technische Maßnahmen
  • Abstimmung einer „Leit-Investition“, die besonders vorangetrieben wird.

In der sich daran anschließenden Phase 2 wird das Energiemonitoring für die Haushalte analog zu Phase 1, jetzt unter den neuen Bedingungen fortgesetzt. So soll aufgezeigt werden, welche Maßnahmen greifen, welchen Effekt die Maßnahmen haben und inwiefern es zu einer Verbesserung der Energiebilanz oder CO2-Einsparungen im Vergleich zur ersten Phase kommt.

In Phase 1 und 2 sollen die Testhaushalte medial begleitet werden, um den Projektverlauf zu dokumentieren, die Öffentlichkeit kontinuierlich zu informieren und die Bevölkerung auf niederschwelligem Niveau nachhaltig für das Thema Energieverbrauch, Einsparmöglichkeiten und Klimaschutz zu sensibilisieren. So soll die Bevölkerung dazu angeregt werden, vergleichbare Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten im eigenen Haushalt und Wohnumfeld zu suchen und umzusetzen.
Die projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit gliedert sich in folgende Bestandteile:

  • Auftakt-Pressekonferenz und jährliche Bilanz-Pressekonferenz aus dem Projekt
  • Gestaltung Key-Visual / Aktionslogo sowie Entwicklung und Bespielung einer projektbegleitenden Website sowie von Social-Media-Kanälen
  • Professionelle journalistische Begleitung über die gesamte Laufzeit und ca. 40 Veröffentlichungen (ca. 14-tägiger Rhythmus) in einem regelmäßig und für die Haushalte kostenlos erscheinendem Anzeigenblatt, um somit möglichst viele Bürger und Haushalte zu erreichen. Die Beiträge sollen ebenfalls auf der Projektwebsite veröffentlicht werden.
  • Produktion von 16 Video-Clips (vgl. o.g. Beispielthemen), Ausstrahlung im Lokalfernsehen und einstellen auf der Projektwebsite
  • Regelmäßige Berichterstattung über die verschiedenen Kanäle