​Interview mit Nazar Khidher Alyas, Auszubildender Bäcker

Nazar Bäcker Azubi_neuWann haben Sie Ihre Ausbildung als Bäcker begonnen?

Ich bin Auszubildender seit September 2020.

Wieso haben Sie sich genau für diesen Handwerksberuf entschieden?

Ich habe über die Schule ein Praktikum vermittelt bekommen und das hat mir sehr gut gefallen. Wir haben über die Schule auch andere Berufe vorgestellt bekommen. Aber in der Backstube hat mir einfach alles gefallen und deshalb habe ich mich für die Ausbildung zum Bäcker entschieden.

Wie sehen der Alltag und die damit verbundenen Aufgaben aus? Für was sind Sie persönlich zuständig?

Ich darf alles machen was ich schon gelernt habe, von Brot bis Torten ist alles dabei. Nur Teige mache ich als Auszubildender noch nicht alleine.

Welche Stärken/Fähigkeiten braucht man für Ihren Beruf?

Man muss auf jedenfalls Kraft haben und man muss mit dem Schlafrhythmus zurechtkommen, also nachts arbeiten und dann morgens nach der Arbeit schlafen. Und Geduld braucht man auf jeden Fall.

Was fällt Ihnen schwer im Beruf?

Da ich noch neu im Beruf bin, nach wie vor noch den richtigen Schlafrhythmus zu finden. (lacht)

Wo findet Ihre Arbeit statt? Was ist das erste Werkzeug oder Material, das Sie früh in die Hand nehmen?

Die Arbeit findet klassisch in der Backstube statt. Ich schaue mir die Aufgaben an, welche anstehen und dann fange ich als Auszubildender mit den Tätigkeiten an, welche ich schon kann und alleine machen darf.

Haben Sie genügend Zeit für Familie, Freunde und Hobby?

Ja, auf jeden Fall. Ich schlafe früh nur ein paar Stunden und dann hat man den ganzen Tag Zeit für Freunde und Familie.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Ich stamme aus dem Irak. Eigentlich wollte ich Polizist oder Soldat werden. Vor 3,5 Jahren kamen wir dann nach Deutschland. Hier kann ich das nicht machen, da ich keine deutsche Staatsbürgerschaft habe. Mit dem Beruf des Bäckers habe ich etwas gefunden, was mir große Freude macht. Im Irak gibt es so eine Ausbildung nicht. Vielleicht bei Konditoren, aber nicht beim Bäcker. Da bekommt man kurz gezeigt, wie etwas geht und arbeitet dann einfach. Wir haben da aber auch nicht diese große Auswahl an Broten und Brötchen. (grinst)

Wie sind Ihre Aussichten im Beruf?

Ich denke gut. Bäcker werden gebraucht. Nach der Ausbildung kann man auch den Meister machen. Aber ich habe erst einmal vor zu arbeiten. Vielleicht später dann einmal.

Was können Sie Leuten empfehlen, die sich für Ihren Beruf, interessieren?

Man braucht Kraft und muss mit dem Schlafrhythmus umgehen können. Wenn das vorhanden ist, dann kann ich den Beruf nur empfehlen. Mir macht es sehr viel Spaß.

​Weitere Informationen zur Arbeit in der Backstube der Bäckerei Konditorei Café Wilhelm Feyler finden Sie ​​hier.